In Dithmarschen ist der Familienname Groth recht häufig. Die Groth-Familie, die hier im Vordergrund steht, geht zurück auf den Stammvater Carsten Groth (geb. um 1640), der als Hausmann in Fedderingen (Kirchspiel Hennstedt) lebte. Von hier aus breitete sich die Familie über ganz Dithmarschen aus, wobei große Zweige in Schlichting, Kleve, Wiemerstedt, Lehe, Lunden, Heide, Wöhrden und Elpersbüttel lebten und teilweise heute noch leben. Viele Angehörige dieser Familie sind im 19.Jahrhundert in die Vereinigten Staaten ausgewandert.
Die in Dithmarschen weit verbreitete Familie Hartnack geht zurück auf Carl Emil Hartnack (1674 - 1744, von 1705 bis 1744 Pastor in Eddelak, Süderdithmarschen). Man sagt diesem, der sich selbst, wie es damals üblich war, latinisierend Carolus Aemilius nannte, einen wahrhaft "hartnäckigen" Charakter nach. Zum Beispiel gerieten er und der Diacon Eddelaks im Jahre 1724 wegen unterschiedlicher Auslegung eines Teils des Evangeliums derartig aneinander, dass er wegen ungebührlichen Verhaltens für mehrere Monate vom Dienst suspendiert wurde. Schon sein Vater Daniel Hartnack (1642 - 1708) hatte sich als streitbarer Theologe erwiesen. Daniel Hartnack war im Laufe seines Lebens Professor in Frankfurt/Oder und Erfurt, Privatlehrer in Dresden, Rektor der Lateinschulen in Bremen, Altona und Schleswig und schliesslich Pastor in Bramstedt gewesen. Immer wieder hatten ihn seine Auseinandersetzungen mit anderen Gelehrten um den Dienst gebracht. Allerdings fand er auch immer wieder gewichtige Fürsprecher wie etwa Esaias Pufendorf, den Bruder Samuel Pufendorfs. Grund für diese Protektion dürften neben der Persönlichkeit Hartnacks auch seine hervorragenden Fähigkeiten als Schulleiter gewesen sein (Quelle: Weber, Jürgen: Daniel Hartnack - ein gelehrter Streithahn und Avisenschreiber am Ende des 17. Jahrhunderts. In: Gutenberg-Jahrbuch 1993, S.140 - 158).
Daniel Hartnack (Orginal im Staatsarchiv Hamburg)