Wasmer

Johann Wasmer wurde im Jahre 1585 Königlicher Landschreiber von Süderdithmarschen. Er folgte damit seinem Schwiegervater Antonius Steinhaus in diesem Amt. Seine Nachfahren spielten eine bedeutende Rolle in der Landesverwaltung. So war sein Sohn Hinrich (1588 - 1643) zunächst Bürgermeister in Itzehoe, danach Landvogt in Süderdithmarschen. Dessen Sohn Conrad Wasmer (1627 - 1705, ab 1695 "von Wasmer") wurde 1680 Vicekanzler bei der Königlichen Regierung in Glückstadt, 1684 Landkanzler beim gemeinschaftlichen Gericht und 1685 Etatsrat. Nachkommen dieses Conrad von Wasmer sind unter anderem sein Enkel Lorenz Jacob von Wasmer (1762 - 1829, Oberstleutnant im schleswig-holsteinischen Jägercorps) und dessen Sohn (aus unehelicher Verbindung) Wasmer Jacob Lorenz von Stein (1815 - 1890, Nationalökonom). Weiterhin Conrads Enkel Simon Carl von Wasmer (1765 - 1826, Herr auf Bienebek) und dessen Sohn (ebenfalls aus unehelicher Verbindung, daher die Umstellung der Buchstaben des Nachnamens) Hinrich Christian Samwer (Advokat in Eckernförde). Dessen Sohn und damit ein Urururenkel Conrad von Wasmers war der schleswig-holsteinische Staatsmann Karl Friedrich Lucian Samwer (1819 - 1882).

 

Johann Wasmer und Margarethe Wasmer geb. Steinhaus (Ausschnitt aus dem Epitaph im Meldorfer Dom)

 

Die Familie Wasmer stammt ursprünglich aus Bremen. Im Jahre 1430 wurde Johannes Wasmer, Bürgermeister in Bremen, dort unschuldig enthauptet. Hieran erinnert das Wasmerkreuz, das zu seinen Ehren auf Geheiss Kaiser Sigismunds von der Stadt Bremen errichtet werden mußte.

Wasmer-Kreuz in Bremen